Hundetrainerin Maike Maja Nowak – Natur statt moderne Wissenschaft

Jens Anders und Anke Graf verglichen den derzeit im Trend liegenden wissenschaftlich modernen Weg der Hundeerziehung   „positives Verstärken, negatives Ignorieren“  mit dem der natürlich ethologischen Erkenntnisse           „souveränes Führen “

 

Völlig entgegen dem derzeitigen Boom in der Hundeszene, arbeitet Maike Maja Nowak mit Hunden, so wie sie es über Jahre von ihrem wilden Hunderudel in Russland erfahren hat.

War man bis zur Trendwende noch bemüht die ethologischen Erkenntnisse von Dr. Erik Ziemen, dem bedeutendsten deutschen Wolfsexperten und Kynologen zu folgen, dominieren heute die Erkenntnisse aus der „modernen Wissenschaft“, einem Trend dem sich sehr viele Hundehalter, Trainer, Vereine und Verbände angeschlossen haben.

Um einen klaren Standpunkt über diese kontroversen Arbeitsweisen zu bekommen und sie dann auch mit unserer Philosophie abgleichen zu können, lernte meine Mitarbeiterin über ein Seminar das Denken und Handeln unter Berücksichtigung dieser modernen wissenschaftlichen Grundlagen kennen (siehe Blog – Psychologie Hund).  Mich dagegen führte der Weg in das Dog Institut von Maja Nowak und es stellte sich innerhalb kürzester Zeit heraus, dass inhaltlich grundsätzlich Übereinstimmung im Grundgedanken unserer Philosophie und der von Maja Nowak herrscht.

Das Team um Maike Maja Nowak  konnte mich von ihrer hohen Kompetenz Mensch und Hund gegenüber überzeugen und es tat mir einfach gut zu erleben, wie natürliche Verhaltensmuster (wie innerartlich üblich) durchaus von Menschen praktiziert werden können. So war dann auch ein zweiter Besuch von Nöten um meiner Mitarbeiterin zu zeigen, wie das fast 100%ige Gegenteil ihrer Seminarerfahrung aussieht.

Bedanken möchten wir uns bei den Trainerinnen Anja Baumert und Simona Cappai für ihre professionelle Seminargestaltung und der kompetenten Beantwortung all unserer (mitunter auch sehr kritischen) Fragen.

Wenn wir auch nicht in jedem Detail einer Meinung sind, so wäre es dennoch eine große Bereicherung für viele Hundetrainer/innen und die die es werden möchten, wenn das Dog Institut für diese Interessenten einen breiteren Zugang schaffen könnte.

Wie beim schon geschilderten Seminar, war es wieder der Schäferhund meiner Mitarbeiterin der sie ins Dog Institut begleitete . Und wieder war es selbstverständlich, dass die Arbeit am Hund sofort beendet wird, wenn Anke inhaltlich nicht mit dem zu vermittelnden mitgehen kann und/oder der Stresspegel im Hund zu hoch wird.  Damit rechnete allerdings keiner von uns, ich hatte im Vorfeld die Arbeit am Hund ja schon kennen gelernt.

Es wurde eine inhaltlich sehr intensive und konstruktive Zusammenarbeit. Le Blanc, der weiße Schäferhund präsentierte sich als ein ausgezeichneter „Proband“ und die Trainerin Simona bekam so die Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Anspannung und Entspannung (Energie geben und nehmen), Impulse zur rechten Zeit und Le Blanc fühlte sich wie von einem Leithund korrigiert. Ganz natürlich, völlig souverän und aus Sicht des Hundes waren es absolut nachvollziehbare Prozesse.  Da wir prinzipiell sehr selbstkritisch unsere Arbeit an Hund und Mensch beleuchten, ist es selbstredend bei Seminaren oder wie in diesem Fall einer Intensiveinheit genau so. Anke arbeitetete am Hund und prüfte die Zusammenhänge zwischen Information, Umsetzung und Reaktion und ich beobachtete ganz genau den Hund um auch die sensibelsten Signale auszuwerten.

Wir sind reicher an Informationen und Erfahrungen und frisch motiviert wieder nach Hause gefahren. Haben Menschen kennen gelernt, die tatsächlich so mit Hunden kommunizieren wie Hunde es wissen und verstehen. Wir haben viele Parallelen zwischen unser beider Hundeschulen erfahren und freuen uns auf einen erneuten Austausch.